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DietPi v8.2: Neue Kubernetes-Distribution MicroK8s, K3s Fix, Docker-Compose Update und weitere Fehlerkorrekturen

Neue Funktionen

Neu hinzugefügt wurde MicroK8s, eine leichtgewichtige Kubernetes-Distribution von Ubuntus Sponsor Canonical. Es bietet ein unmodifiziertes Kubernetes und ist mit K3s vergleichbar, dies habe ich bereits in einem eigenen Beitrag gezeigt. Wenn ihr mehr zu MicroK8s erfahren möchtet, schreibt es gerne ins Forum. In meinem ersten Test war nach der Installation ein Neustart notwendig.

Wer DietPi in einer virtuellen Maschine nutzt, für den sind die Verbesserungen bei den VM-Images sicher interessant. Mittlerweile wird eine Reihe an Systemen und Plattformen unterstützt – unter anderem das quelloffene Proxmox, dass ich selbst einsetze.

K3s Installationsfehler behoben

Bereits mit DietPi Version 8.1 wurde K3s integriert, in diesem Artikel hatte ich es ausprobiert. Damals gab es Probleme beim aktivieren der Kontrollgruppen, welche wiederum von Kubernetes zur Überwachung von Ressourcen genutzt werden. Die Korrektur des Fehlers war für v8.2 geplant und funktioniert: Der sed-Aufruf zur Aktivierung in der cmdline.txt ist fehlerfrei, sodass die Installation problemlos durchläuft.

Neuerungen bei (Kernel-) Updates

Bei Aktualisierungen gibt es einige Änderungen, vor allem was Kernel-Updates angeht: Hier wird nun geprüft, ob benötigte Kernel-Module auch tatsächlich geladen sind. DietPi-Update und DietPi-DriveManager weisen gesondert auf notwendige Neustarts für Kernel-Aktualisierungen hin. In diesem Falle erlaubt DietPi-Software keine Änderungen, bevor neu gestartet wurde.

Der Hintergrund ist: Nach einem Kernel-Update ist der aktuelle Kernel in einer anderen Version als erwartet, da die neue Version erst mit dem nächsten Neustart geladen wird. Ja, es gibt Ausnahmen. Mit Ubuntu Livepatch kann man kritische Sicherheitslücken in Echtzeit patchen. Aber eben kein komplettes Kernel-Update, das ist daher kein vollständiger Ersatz für einen Neustart. Sondern eher eine Kompromisslösung für kritische Systeme, damit man aktuelle Patche bekommt und den Neustart guten Gewissens auf einen passenden Zeitpunkt verschieben kann. Außerdem erhöht so etwas natürlich die Komplexität. Sehe ich daher eher weniger für kleinere Umgebungen geeignet.

Ich würde empfehlen, bei Kernel-Updates zeitnah das gesamte System neu zu starten. Eine solche Warnung ist sinnvoll, das habe ich bei Proxmox vor einiger Zeit schon gesehen.

Docker-Compose nun auf Version 2

In einer Einführung hatte ich bereits die Vorteile von Docker-Compose aufgezeigt. Seit Ende 2021 wurde die stabile Version 2 veröffentlicht. Sie bietet einige Verbesserungen, vor allem hinsichtlich der Performance. Version 1 war auf dem Pi teils sehr langsam, wie unsere Community bereits feststellte. Allerdings ist Version 2 keine 1:1 Ersetzung, da sich sowohl die Architektur als auch die Installation verändert haben. Mehr dazu in einem eigenen Beitrag, zusammengefasst sehe ich den Wechsel auf v2 positiv.

Weitere Fehlerkorrekturen

Es wurde ein Fehler behoben, der bei der Installation von NextCloud auf einem System mit mehr als 2 GB Arbeitsspeicher auftrat.

Das Pip-Paket numpy konnte unter Python3 auf ARM v6 und 7 Systemen nicht installiert werden. Das ist eine Bibliothek für große Arrays und Objekten aus der mathematischen Algebra. Dieses Problem betraf also einige Raspberry Pi Benutzer. Möglicherweise auch indirekt, da auch Module die wiederum intern von numpy abhängen ebenfalls nicht installierbar waren.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe an kleineren Fehlerkorrekturen, die spezifischere Softwarepakete oder Konstellationen betreffen. Details findet ihr in den offiziellen Release-Notes zu Version 8.2 auf der DietPi-Homepage. Ein Blick darauf ist lohnenswert, zu den Änderungen sind auch jeweils die Tickets verlinkt, in denen man weitere Informationen zu einem konkreten Problem und dessen Lösungen findet.

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