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Personen/Objekte durch verpixeln in einem Video unkenntlich machen (Kdenlive)

Die kostenfreie und quelloffene Videobarbeitungssoftware Kdenlive bietet zahlreiche Filter. Darunter auch das Maskieren von Teilen des Bildes. Ein gängiger Anwendungsfall ist das verpixeln. Teilweise möchte oder muss man bestimmte Teile des Bildes unkenntlich machen. Dies können beispielsweise Personen sein, deren Einverständnis zur Veröffentlichung fehlt. Oder aber andere Identifikationsmerkmale wie das Kennzeichen eines Autos.

Statt eines unschönen schwarzen Balkens wird oft auf das Verpixeln zurückgegriffen. Im jeweiligen Bildbereich reduziert man die Auflösung sehr stark. Er ist somit unkenntlich, sticht jedoch nicht so stark heraus wie ein schwarzer Balken oder Kreis.

Verpixeln mit Kdenlive

Zunächst lädt man den gewünschten Film in die Videospur, wie folgendes Gif zeigt:

Nun klickt man im linken oberen Bereich auf Effekte. Für den Fall, dass der Reiter nicht sichtbar sein sollte: Er lässt sich über Ansicht > Effekte einblenden.

Standardmäßig ist der benötigte Effekt nicht sichtbar, da Kdenlive nur die Haupteffekte anzeigt. Deswegen müssen wir zunächst oben auf das Icon klicken, um alle Videoeffekte anzeigen zu lassen:

Klappt man nun den Bereich Bildanpassung aus, ist der Effekt Automatisches Maskieren sichtbar. Er bietet den Vorteil, dass er z.B. ein Gesicht erkennt und dies auch bei Bewegungen verfolgt.

Nachdem der Effekt auf die Videospur gezogen wurde öffnen sich rechts die Eigenschaften. Außerdem erscheint eine rote Box, die den zu zensierenden Bereich festlegt. Über das Fadenkreuz in der Mitte kann man die Box verschieben. Die Quadrate in den Ecken erlauben es, die Box in der Größe anzupassen.

Anschließend im Effektbereich rechts unten auf Analyze klicken. Dadurch sucht Kdenlive im weiteren Verlauf des Videos nach dem Gesicht, um es dort ebenfalls zu verpixeln. Dies funktioniert naturgemäß nicht immer perfekt, sodass ggf. etwas manuelle Nachbearbeitung erforderlich ist. Doch im Vergleich zum komplett händischen zensieren erspart man sich damit einiges an Arbeit.

Im Folgenden ein kurzer Ausschnitt, der zeigt, wie das Gesicht des Vogels auch bei dessen Bewegung weitgehendst verpixelt wird:

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