StartseiteHardwareSo lädst du Smartphones, Tablets und andere USB-Geräte schneller wieder auf
Ein schwaches und starkes Ladegerät im Vergleich: Der schwarze Ladeadapter lädt das Smartphone deutlich langsamer.
Ein schwaches und starkes Ladegerät im Vergleich: Der schwarze Ladeadapter lädt das Smartphone deutlich langsamer.

So lädst du Smartphones, Tablets und andere USB-Geräte schneller wieder auf

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Früher wurde über das Aufladen von Handy-Akkus nicht groß nachgedacht: Der Akku hat mindestens etliche Tage durchgehalten, teils sogar Wochen. Heutige Smartphones verbrauchen nicht zuletzt wegen des großen und hochauflösenden Displays wesentlich mehr Strom, und müssen daher deutlich häufiger an die Steckdose – Meist alle 1-2 Tage. Besonders wenn z.B. aufgrund von Terminen nur wenig Zeit zum aufladen zur Verfügung steht, soll dies möglichst schnell gehen – Das zeigt euch dieser Artikel.

Die hier vorgestellten Tipps gelten auch, aber nicht nur für Smartphones. Sie können eben so auf nahezu sämtliche Geräte angewendet werden, die man per USB auflädt. Darunter beispielsweise Tablets und manche Digitalkameras.

#1: Leistungsstarke Aufladegeräte verwenden

Das wichtigste Kriterium für die Ladedauer ist die Stromstärke des Ladegerätes. Sie wird in Ampere (A) oder Milliampere (mA) gemessen. Die meisten heutigen Smartphones können mit bis zu 2,5 A geladen werden. Manche Geräte kommen von Haus aus mit einem schwächeren Ladeadapter, wie beispielsweise das iPhone 6: Das mitgelieferte Ladegerät leistet lediglich 1 A, wobei das Smartphone mit bis zu 2,1 A geladen werden kann. Die Ladezeit wird dadurch mehr als verdoppelt.

Grundsätzlich ist es völlig unproblematisch, leistungsstärkere Ladegeräte zu verwenden. Smartphones können auch an 3 A Netzteilen geladen werden. Die Ladeelektronik befindet sich nämlich im Smartphone selbst, und regelt die Stromstärke anhand des vom Hersteller festgelegten Limits automatisch herunter. Es besteht also keine Gefahr, das Smartphone dadurch zu beschädigen oder gar Brände zu verursachen. Lediglich die Spannung muss übereinstimmen. Wobei man darauf bei USB-Ladekabeln ohnehin nicht achten muss, da deren Spannung genormt ist.

Wie leistungsfähig das aktuell verwendete Ladekabel ist, kann man in wenigen Sekunden auf dem Typenschild nachsehen. Es ist auf dem Ladeadapter angebracht, der in die Steckdose gesteckt wird. Man muss lediglich unter Output oder Ausgang nachschauen:

In diesem Beispiel ist links ein schwächeres Ladegerät zu sehen, das lediglich 1,2 A Ladestrom liefert. Das rechte hat mit 2 A dagegen deutlich mehr Power, und kann Akkus daher deutlich schneller wieder aufladen.

#2: USB-Kabel ist nicht gleich USB-Kabel

Wenn das Aufladen selbst mit einem leistungsstarken Ladegerät immer noch Stunden dauert, ist wahrscheinlich das Kabel schuld: Es gibt verschiedene Qualitätsstufen, die sich jeweils durch den Querschnitt der Adern unterscheiden. Vor allem günstige Kabel sind meist dünner, sodass weniger Strom fließen kann. Der Hersteller spart dabei pro Kabel wahrscheinlich nur Bruchteile eines Cents ein. In der Massenproduktion bei hunderttausenden Kabeln rechnet sich das aber natürlich langfristig für ihn.

Beim kauf sollte man daher auf hochwertige Kabel achten, am besten mit dem AWG (American Wire Gauge) Standard. Günstige Kabel entsprechen meist nur AWG 28/28 mit einem Außendurchmesser von 3,5 mm sowie 0,321 mm innen. Es empfiehlt sich daher AWG 24/28 zu kaufen, diese sind mit 4,5 mm bzw. 0,511 mm deutlich dicker, und können mit ca. 2 A deutlich mehr Strom transportieren. Die AWG/28/28 Kabel kommen meist nur auf etwa 500 mA. Außerdem empfiehlt es sich, möglichst kurze Kabel unter 3 m zu verwenden. Jedes Kabel hat nämlich einen Eigenwiderstand, der mit zunehmender Länge höher wird. Oder anders gesagt: Je länger das Kabel, um so mehr geht auf der Strecke verloren.

Eine gute Wahl ist beispielsweise das FRiEQ® Hi-Speed Kabel (1,8m). Für dieses Kabel sind 2 A kein Problem, und man hat mit 1,8 m reichlich Bewegungsfreiraum. Außerdem ist es recht robust.

#3: Keine PCs oder Laptops als Stromquelle verwenden

Bekannterweise kann man Smartphones mit Micro-USB Anschluss an jedem PC oder Laptop laden. Vor allem wenn die Geräte ohnehin laufen bietet es sich doch an, seine USB-Geräte gleich dort zu laden – Leider keine gute Idee, zumindest wenn es schnell gehen soll: USB 1.0 und 2.0 Buchsen liefern laut Spezifikation maximal 500 mA, der Nachfolger USB 3.0 mit 900 mA nicht wesentlich mehr. Erst die neuste USB 3.1 Version ist mit 3 A für das zügige Auffüllen von Akkus geeignet. Der Standard ist allerdings recht neu und daher aktuell (2016) noch kaum verbreitet.

Wer Smartphone & co. dennoch ohne externes Steckernetzteil am Computer laden möchte, sollte zu einem USB-Hub greifen. Dieser braucht aber nicht nur ein eigenes Netzteil, sondern muss auch einen höheren Ladestrom liefern können, als die Spezifikation vorsieht. Empfehlenswert ist an dieser Stelle der Anker 60W 7-Port USB 3.0 Datenhub mit 3 PowerIQ Ladeports. Er besitzt 3 USB-Anschlüsse, die mit bis zu 2,1 A beliefert werden. USB-Geräte werden daran also genau so schnell geladen, wie mit einem leistungsstarken Ladeadapter.

#4: Das Smartphone während des Ladens möglichst nicht nutzen

Obwohl es eigentlich offensichtlich ist, wird es doch gerne vergessen: Das Smartphone braucht während der Nutzung Strom. Vor allem bei rechenintensiven Apps wie Spielen. Dadurch bleibt weniger Leistung für das Laden des Akkus übrig, wodurch dies länger dauert. Man sollte daher nicht benötige Hintergrund-Apps schließen und das Gerät im Standby-Modus ruhen lassen. Am schnellsten ist der Akku wieder voll, wenn man das Gerät in den Flugmodus versetzt oder ganz abschaltet. Dadurch wird man aber auch nicht über neue Nachrichten oder Anrufe informiert – für den Alltag ist diese Variante daher wenig praktikabel, aber für Notfälle durchaus sinnvoll.

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