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LED statt Glühbirne oder Energiesparlampe: So spart man clever bei der Beleuchtung (Bernd Kasper / pixelio.de)
LED statt Glühbirne oder Energiesparlampe: So spart man clever bei der Beleuchtung (Bild: Bernd Kasper / pixelio.de)

Warum LEDs die besseren „Energiesparlampen“ sind

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Klassische Glühlampen sind wahre Stromfresser: Lediglich etwa 5% der zugeführten Energie werden in Licht umgewandelt, der Rest geht als Abwärme verloren. Kein Wunder also, dass die EU-Kommission sich Anfang 2009 für ein Verbot der verschwenderischen Leuchtmittel entschied. Sogenannte Energiesparlamen werden stattdessen empfohlen, doch im Verkaufsregal finden sich auch LED-Lampen. Was ist nun die bessere Alternative und wieso?

Energiesparlampen: Giftige Stromsparer

Kompaktleuchtstofflampen werden umgangssprachlich häufig als Energiesparlampen bezeichnet. Bei Ihnen geht deutlich weniger Energie als Abwärme verloren: Gegenüber herkömmlichen Glühbirnen verbrauchen sie 70% weniger Strom. Auch die Haltbarkeit ist mit bis zu 15.000 Betriebsstunden um einiges höher. Allerdings erzeugen sie häufig ein recht kaltes, weißes Licht. Viele Leute empfinden dies in den eigenen vier Wänden als steril und unangenehm. Manche Hersteller haben darauf reagiert und Lampen mit wärmerem Licht auf den Markt gebracht.

Ein weiterer Nachteil besteht im verzögerten Ansprechen: Viele Energiesparlampen können nicht sofort ihre volle Leuchtkraft erzeugen, sondern müssen erst aufwärmen – dies dauert abhängig von Hersteller und Model meist zwischen 30 Sekunden und einigen Minuten. Davor leuchten sie nur recht spärlich und sind somit in Räumen wie Bad oder Toilette wo man sich häufig nur kurz aufhält aber bei Dunkelheit eine vernünftige Helligkeit benötigt nicht gut geeignet. Fairerweise muss man dazu erwähnen, dass im Gegensatz zu früher einige Hersteller dieses Problem erkannt und die Aufwärmzeit deutlich verkürzt haben – Dies ist aber noch längst nicht bei allen Leuchtmitteln der Fall.

Äußerst problematisch sind die Inhaltsstoffe einer Energiesparlampe: Sie enthalten mehrere giftige und teils sogar hochgiftige Substanzen wie etwa das Schwermetall Quecksilber. Die Gefahr besteht hierbei nicht nur im Einatmen des Nervengiftes, wie es etwa bei einer versehentlich heruntergefallenen Lampe die zerbricht passieren kann. Energiesparlampen sind daher Giftmüll, und müssen unbedingt im Wertstoffhof entsorgt werden. Dies wissen jedoch bis heute nur wenige Verbraucher- Dadurch landen viele der ausrangierten Lampen im Hausmüll und gelangen über Deponien und Müllverbrennungsanlagen in die Umwelt. Energiesparlampen schonen somit zwar durch den geringen Verbrauch das Klima, sind über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zur Entsorgung dafür jedoch durch ihre Bestandteile umweltschädlich. 

LEDs: Ungiftig und noch sparsamer

LED-Lampen dagegen verbrauchen noch weniger Strom: Bis zu 40% Ersparnis sind gegenüber Energiesparlampen drin. Da Energiesparlampen verglichen mit Glühlampen bereits sehr effizient sind, dauert es länger bis dieser Unterschied bemerkbar wird. Die Lebensdauer liegt mit bis zu 60.000 Stunden bei manchen Modellen sogar deutlich über den Energiesparlampen. Eine Verzögerung nach dem Einschalten existiert nicht, LED-Leuchtmittel erreichen sofort ihre volle Lichtleistung. Auch Giftige Substanzen sucht man vergeblich. Selbst wenn die Lampen herunterfallen und zerbrechen besteht keine Gesundheitsgefahr, sodass diese Leuchtmittel optimal für Kinderzimmer geeignet sind.

Im Hausmüll dürfen LED-Lampen dennoch nicht entsorgt werden. Sie enthalten zwar keine Schwermetalle, dafür aber elektrische Bauteile im Sockel der Fassung. Daher müssen auch sie ordnungsgemäß einem Wertstoffhof oder einer Sammelstelle zugeführt werden. Dort trennt man die elektrischen Bestandteile und entsorgt sie separat als Elektroschrott.

Ein Rechenbeispiel: Glühbirne vs. Energiesparlampe vs. LED-Lampe

Viele treffen ihre Kaufentscheidung im Laden lediglich anhand des Kaufpreises. Dies ist jedoch nicht aussagekräftig, da hierbei nicht alle Kosten in der Praxis berücksichtigt werden: Neben dem Stromverbrauch müssen auch die Anschaffungskosten auf eine bestimmte Lebensdauer mit einkalkuliert werden. Denn eine Energiesparlampe die günstiger ist aber nur 10.000 Stunden hält, muss gegenüber einer LED-Lampe mit einer Lebensdauer von 30.000 Stunden dreimal gekauft werden.

Um dies zu verdeutlichen, im folgenden daher eine beispielhafte Kalkulation für alle drei Leuchtmittel:

Leuchtmittel Stromverbrauch Lebensdauer Praxislebensdauer Einzelpreis Gesamtkosten
Glühbirne  40 Watt  1000 h  333 Tage  0,90 €  162,50 €
Energiesparlampe  7 Watt  10.000 h  9,1 Jahre  7 €  40,25 €
LED-Lampe  6 Watt  15.000 h  13,6 Jahre  8 €  30,50 €

Die Praxislebensdauer gibt an, wie lange ein einzelnes Leuchtmittel bei einer durchschnittlichen Brenndauer von 3 Stunden täglich hält. Als Basis für die Gesamtlebensdauer wählen wir die langlebigste Lampe – Also die LED-Lampe mit 15.000 Stunden. Brennt diese im Schnitt 3 Stunden pro Tag, wird sie 13,6 Jahre halten. Zur Berechnung der Gesamtkosten ermitteln wir den Anschaffungspreis, um eine Lebensdauer von 15.000 Stunden zu erreichen und addieren dazu die Stromkosten. Ausgegangen wird von 25 Cent pro Kilowattstunde. Stromverbrauch und Lebensdauer stammen aus offiziellen Herstellerinformationen. Der Fairness halber wurden nur Leuchtmittel eines namenhaften Herstellers miteinander verglichen. Die Einkaufspreise entsprechen den derzeitigen Marktpreisen und können natürlich variieren.

Rechenbeispiel: Bei der klassischen Glühbirne werden 15 Stück mit jeweils 1000 Stunden Brenndauer benötigt, also ein Anschaffungspreis von insgesamt 15 x 0,90€ = 13,50€. Pro Tag verbraucht die Lampe 40 Watt x 3 Stunden = 120 Watt. Über die gesamte Lebensdauer von 13,6 Jahren kommen wir somit auf 120 Watt x 365 Tage x 13,6 Jahre = 595.680 Watt / 1000 macht aufgerundet 596 Kilowattstunden. 596 Kwh x 0,25€ ergeben Stromkosten von satten 149€! Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf 13,50€ Einkauf + 149€ Strom = 162,50€ in knapp 14 Jahren!

Fazit

Das Ergebnis ist eindeutig: Eine Energiesparlampe ist auf diese Lebensdauer gerechnet 4x günstiger als eine Glühbirne, das LED-Leuchtmittel sogar mehr als 5x preiswerter. LED-Leuchtmittel sind Energiesparlampen in mehreren Punkten wie etwa der Umweltverträglichkeit überlegen, und langfristig gesehen sogar günstiger – Obwohl der Kaufpreis meist etwas höher ist. Sie sind daher letztendlich die bessere Alternative zu den mittlerweile über 100 Jahre alten Glühlampen.

Was man vor dem LED-Kauf beachten sollte

Was man vor dem LED-Kauf beachten sollte

Generell sollten Produkte von etablierten Marken wie Osram oder Philips bevorzugt werden. NoName-Lampen gibt es zwar oft schon zum halben Preis, jedoch ist deren Lebensdauer ungewiss und liegt in der Praxis oft deutlich unter den Markenprodukten. Auf die gesamte Lebensdauer gerechnet kann das vermeintliche Schnäppchen so schnell teurer werden als das Markenprodukt. Darüber hinaus gibt es beim Kauf noch zwei weitere Punkte zu beachten:

Helligkeit

Die Helligkeit einer LED-Lampe kann leider nicht verlässlich anhand ihres Stromverbrauches in Watt abgelesen werden wie bei herkömmlichen Glühbirnen. Das liegt an der steigenden Effizienz, wodurch LED-Lampen pro Watt immer mehr Licht herausholen können. Stattdessen wird hier die Einheit Lumen verwendet, die den Lichtstrom angibt. Je höher der Lumen-Wert, um so heller ist die Lampe. Ältere LED-Lampen können aufgrund der technischen Weiterentwicklung einen höheren Stromverbrauch (Watt) aufweisen, und dennoch durch einen geringeren Lumen-Wert dunkler sein als aktuelle Modelle.

Einen Richtwert gibt die folgende Tabelle:

Glühbirne LED-Lampe
25 Watt ca. 220 Lumen
40 Watt ca. 415 Lumen
60 Watt ca. 710 Lumen
75 Watt ca. 935 Lumen
100 Watt ca. 1.340 Lumen

 

Farbtemperatur

Auch im LED-Bereich gibt es unterschiedliche Farbtemperaturen, welche in Kelvin (K) gemessen werden. Die meisten Leute bevorzugen warmes, weißes Licht, wie sie es von der Glühbirne her kennen. Dies entspricht ca. 2900 K. Möchte man ein extra starkes warm-weißes-Licht, sind ca. 2500 K eine gute Wahl. Je höher der Wert wird, um so heller das Licht. Ab etwa 4000K wird aus dem weiß ein Blauton. 4000K entspricht beispielsweise kalt-weißem-Licht und 6500K Tageslicht.

Die meisten LED-Lampen weisen daher eine Farbtemperatur von etwa 2700K auf. Sie ist mit einer Glühbirne vergleichbar, und wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden. Wer sich nicht sicher ist, sollte einen Blick auf die Homepage von Philips werfen. Dort kann man mit einem Regler die verschiedenen Farbtemperaturen anhand eines Wohnzimmers selbst begutachten.

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9 Kommentare

  1. Menschen haben zu viel Angst vor neuem. Merken die Verbraucher, dass die LED Lampen ihnen Bargeld bringen, sind sie von alter Technik schnell entwöhnt.

  2. LED Lampen sind gegenwärtig das sparsamste Leuchtmittel da beisst die Maus keinen Faden ab

  3. ich finde LEDS sind einfach schön und halten lange

  4. Die frage ist wofür du Licht brauchst.
    Wenn du eine heimelige Atmosphöäre brauchst kannst Du mit LED´s nach wie vor nicht arbeiten.
    Ebenso gilt es die Frage nach dem Herstellungsort zu stellen. Gute LED´s ( die eine gleichbleibende Lumen-Anzahl haben ) sind nicht mit dem Billig Zeugs zu vergleichen was als Schrott auf den Markt gespült wird.
    Mittlefristig wird die OLED sich durchsetzten und die LED wird verschwinden.

  5. bisher habe ich in punkto helligkeit immer daneben gegriffen. früher wars halt einfacher 20 watt = dimmerlicht und 100 watt = festtagsbeleuchtung.

  6. LEDs sind auch super zur Pflanzenbeleuchtung!

  7. ich benutze led-Beleuchtung schon mehrere Jahre für ein Meerwasseraquarium und bin sehr zufrieden damit.

  8. Nach meiner Meinung, sind LEDs die besten…. die Leuchten gut, Sparen Energie…also man kann es immer Empfehlen 😀

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