StartseiteNewsZeitumstellung auf Winterzeit: Eine Stunde länger schlafen
2x jährlich verärgert sie viele Menschen: Die Zeitumstellung auf Sommer- und Winterzeit (Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de)
2x jährlich verärgert sie viele Menschen: Die Zeitumstellung auf Sommer- und Winterzeit (Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de)

Zeitumstellung auf Winterzeit: Eine Stunde länger schlafen

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Wir bekommen eine Stunde Schlaf: In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Genau genommen um 3 Uhr nachts unserer Zeitzone (UTC +1).  Die Zeiten, in denen dafür selbst Hand angelegt werden musste, sind längst vorbei: Smartphones, Computer, Tablets und andere Geräte die wir zum ablesen der Zeit verwenden, stellen sich längst automatisch um. Wir bekommen nur noch die Unmittelbaren Folgen der Umstellung zu spüren. Denn eine derartige Zeitverschiebung geht an unserem Biorhythmus nicht spurlos vorbei.

Zeitumstellung gleicht einem kleinen Jetlag

Der natürliche Rhythmus ändert sich täglich nur um wenige Minuten. Für größere Zeitsprünge ist die innere Uhr des Menschen nicht gemacht worden. Daher kommt unser Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander, wenn wir über größere Distanzen und unterschiedliche Zeitzonen verreisen: Für unseren Körper ist es beispielsweise Abend und damit bald Schlafenszeit, während die Ortszeit am Reiseziel noch nicht mal Mittag zeigt. Als Folge davon bekommen wir Schlafprobleme und andere Beschwerden wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen.

Ganz so schlimm werden wir von der Zeitumstellung nicht getroffen, sie entspricht nur einem kleinen Jetlag: Bereits nach 1-2 Tagen haben sich die meisten Menschen an die Differenz von einer Stunde gewöhnt. Ältere Menschen und Kinder sind jedoch empfindlicher, eben so wie Personen mit Schlafstörungen – Bei Ihnen kann es bis zu einer Woche dauern, bis ihre innere Uhr wieder im Einklang mit der Ortszeit ist.

Diese Folgen machen sich jedoch im Alltag bemerkbar: Insbesondere im Frühjahr wird der Wecker gerne verschlafen, weil die Nachtruhe durch die Umstellung dann eine ganze Stunde kürzer ist. Auch die Unfallstatistik bescheinigt, dass die Menschen weniger aufmerksam sind und es daher zu mehr Unfällen kommt.

Warum wird die Uhr umgestellt?

Dabei war der ursprüngliche Gedanke durchaus lobenswert: Durch die Zeitumstellung soll das Tageslicht effektiver genutzt und dadurch Energie gespart werden. Außerdem kann man im Sommer länger draußen sitzen. Immer mehr Studien widerlegen diesen Nutzen jedoch. So soll zwar im Sommer tatsächlich Licht gespart werden. Jedoch würde sich das im Winter wieder ausgleichen, wenn die Menschen in den frühen Morgenstunden mehr Heizen müssen. Manche Forscher sind sogar der Ansicht, dass durch die Umstellung letztendlich mehr Energie verbraucht als eingespart wird. In Deutschland gibt es die Sommerzeit seit dem Jahre 1980 ohne Unterbrechung.

Klare Mehrheit lehnt die Umstellung ab

Warum also die Zeitumstellung nicht abschaffen? Diese Frage stellen sich viele Deutsche: Laut einer aktuellen und repräsentativen Forsa-Umfrage sind 71 Prozent der Bevölkerung gegen den ständigen Wechsel von Sommer- und Winterzeit. Lediglich 26 Prozent der Menschen befürworten die Umstellung. Im Osten ist die Ablehnung mit 84 Prozent deutlich ausgeprägter – nur 15 Prozent plädieren dort für eine Beibehaltung der Zeitumstellung.

Eine politische Lösung für dieses Thema scheint bislang nicht in Sicht. Es gibt daher immer wieder Petitionen, die eine Abschaffung der Sommerzeit fordern. Und natürlich mindestens 2x im Jahr rege Diskussionen über Sinn und Unsinn der Zeitumstellung – Nämlich dann, wenn wir von eine der beiden Zeitzonen in die nächste wechseln. Gerne dürft ihr uns in den Kommentaren mitteilen, ob ihr die Umstellung für sinnvoll, unnötig oder gar schädlich erachtet.

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2 Kommentare

  1. Ich bin dafür, dass man anstatt immer auf Winterzeit umzustellen die Sommerzeit auch im Winter behalten sollte. So viel Strom spart das auf keinen Fall & es würde abends wenigstens etwas länger hell sein und nicht schon um 16 Uhr dunkel werden

  2. Ich bin der gleichen Meinung wie djjuenni, die Sommerzeit hat mehr Vorteile als Nachteile. Allein der Stromverbrauch spart Resourcen. Wenn ich nach der Arbeit nach Hause komme ist bereits Dunkel oder es bleiben mir noch ein paar Minuten um draußen noch etwas zu unternehmen. 1 Stunde mehr wäre für mich immense Lebensqualitätssteigerung. Die Umstellung Sommer und Winterzeit bringt hingegen für den Körper viel Streß mit sich. Ich arbeite immer wieder auch im Nachtdienst, dies bringt zusätzlich Streß bei der Umstellung.

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