StartseiteRaspberry PiDie Bundestagswahl aus Raspberry Pi Sicht: Welche Partei setzt sich für die Werte und Ziele des Raspberry Pi Gründers ein?

Die Bundestagswahl aus Raspberry Pi Sicht: Welche Partei setzt sich für die Werte und Ziele des Raspberry Pi Gründers ein?

Für welche Werte und Ziele steht die Raspberry Pi Stiftung? Und wie stehen die großen Parteien in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2021 dazu? Darum soll es heute anlässlich der Wahl gehen.

Vorneweg: Es geht hier nicht darum, die Parteien ganzheitlich zu bewerten oder gar Parteiempfehlungen auszusprechen. Im Folgenden soll es um die Werte gehen, die der Schöpfer des Pi vertritt und die er im Raspberry Pi auch umgesetzt hat. Für viele von euch sind diese bestimmt auch wichtig und daher zwar nicht alleiniger, aber vermutlich zumindest ein nicht unwichtiges Kriterium für die Wahl einer Partei.

Welche Ziele und Werte vertritt die Raspberry Pi Foundation?

Um die Werte und Ziele zu verstehen, schauen wir uns zunächst an, warum der Pi überhaupt erfunden wurde – Schließlich möchte ich hier nicht abstrakt von irgendwelchen Werten sprechen, ohne diese vorher zu definieren. Der Herr Eben Upton sorgte sich zu Beginn der Jahrtausendwende zusammen mit anderen Institutionsmitgliedern an der Cambridge-Universität in Großbritannien um Nachwuchs. Die Zahl der qualifizierten Studentenbewerber sank innerhalb von 5 Jahren um 50%. Ein Teil war zwar begabt, aber besaß keinerlei praktische Erfahrung in der Programmierung.

Auf der Suche nach der Ursache stellten sie fest: Der Trend ging in Richtung geschlossene Systeme für einen bestimmten Zweck. An frei programmierbaren Computern, die bezahlbar sind, fehlt es dagegen. Upton und seine Mitstreiter wollten das Problem lösen. Sie schufen einen kleinen Computer, der das Gegenteil einer Blackbox ist. Kinder sollen sich ohne künstliche Barrieren bis ins Detail damit auseinandersetzen können. So wollte man für mehr Bewerber einer lebendigen Universität sorgen. Daher wurde der Pi zusammen mit der Raspberry Pi Stiftung ins Leben gerufen.

Die Entscheidung für freie Software war für den Gründer „sowohl aus praktischen wie aus philosophischen Gründen“ schnell klar. Der oft liebevoll „Pi-Vater“ genannte Upton ist zudem schon damals langjähriger Anwender und Anhänger freier Software gewesen.

Die Schwerpunkte sind also:

  • Offene Systeme
  • Den Open Source Gedanke bei der Hardware und Software
  • Junge Menschen sollen Zugang zu offenen Computern haben und sowohl Umgang als auch Funktionsweise erlernen können
  • Freiraum für Kreativität
  • Primär Produzenten statt Konsumenten

Wichtig zu verstehen ist, dass es Upton nicht darum geht, allen Schülern nur irgendwelche Geräte in die Hand zu drücken. Im Gegenteil: 2013 stellt er fest, dass wir eine „Generation von Konsumenten statt Produzenten haben“ und viele Hardware nur zum konsumieren ausgelegt ist. Als Beispiel nennt er Spielekonsolen, Tablets und Smartphones. Computer seien zwar schon besser, da diese programmierbar sind – aber dennoch nicht die am besten zugängliche Plattform. Ihm schweben eher Plattformen wie damals der Commodore 64 vor.

Mit diesen Schwerpunkten schauen wir uns im folgenden die Wahlprogramme und damit Standpunkte der großen Parteien an. Zusätzlich auch den Netzausbau. Dies ist zwar streng genommen kein direktes Ziel der Raspberry Pi Stiftung. Aber in der Praxis dennoch sehr wichtig: Ein komplettes Raspberry Pi OS mit Desktopumgebung ist derzeit bis zu 4GB groß. Um optimal lernen zu können und auch mal spontan etwas auszuprobieren, ist eine schnelle Internetverbindung hilfreich – und das ist in Deutschland leider auch im Jahre 2021 alles andere als selbstverständlich.

Andere Themen und Standpunkte der Parteien werden bewusst nicht betrachtet – es soll hier in erster Linie um die Werte hinter der Raspberry Pi Stiftung und dessen Gründer gehen. Oder anders gesagt: Welche Deutsche Partei würde der Gründer wohl am ehesten wählen?

So vertreten die großen Parteien die Werte und Ziele der Pi- Stiftung

CDU/CSU

Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 hat sich die Union plötzlich zu quelloffener Software bekannt: Sie soll „wo immer möglich“ zum Einsatz kommen und man möchte zunehmend offene Standards in Ausschreibungen berücksichtigen. So heißt es im Wahlprogramm zum „Modernisierungsjahrzehnt des Staates“. Konkretere Angaben dazu gibt es aber nicht. Hier sei daran erinnert, dass die CDU in ihren 16 Jahren Regierungszeit sich nie für quelloffene Software oder den Zugang junger Menschen zu Computern eingesetzt hat.

Lokal hat sie sogar das Gegenteil bewirkt. Paradebeispiel ist LiMux: 2013 wurde die IT der Stadt erfolgreich von Windows auf Linux umgezogen. Man versprach sich davon eine höhere Souveränität sowie Kosteneinsparung. Während diese Ziele erreicht werden konnten, wollte die Regierungsfraktion aus SPD und CDU Ende 2017 zurück zu Microsoft wechseln. Weniger aus technischen, sondern vielmehr aus politischen Gründen.

An Schulen möchte die Partei Medienkompetenz in den Unterricht integrieren sowie den Schülern ein „technisches und informatisches Grundverständnis“ vermitteln. Das kann man im Sinne der Raspberry Pi Stiftung verstehen. Ob das wirklich so ist oder am Ende die Kinder lediglich auf Microsoft, Apple & co. geschult werden, lässt das Programm offen.

Bei der Digitalisierung fordert die CDU/CSU mehr Tempo. Doch auch hier muss man sich die Frage stellen: Wie glaubwürdig ist das von einer Partei, die 16 Jahre Zeit dafür hatte und sich nicht darum gekümmert hatte? Schließlich war diese Partei die letzten 4 Wahlperioden in der Regierung. Die Ergebnisse sind eben so ernüchtern wie damals: Helmut Schmidt plante bereits 1981 den bundesweiten Glasfaserausbau. Doch sein Nachfolger Helmut Kohl aus der CDU stoppte diese Pläne und baute lieber das Kabelfernsehen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel versprach mindestens 50Mbit für jeden Haushalt bis 2018. Obwohl das deutlich weniger ist als Glasfaser ermöglichen würde, hat sie selbst das kläglich verfehlt: Selbst 2020 erreichen wir mit knapp 25Mbit/s nicht einmal die Hälfte. Damit schaffte es Deutschland gerade mal auf den letzten Platz der Top 25 Industrienationen.

Wo die Partei dagegen wirklich Tempo gemacht hat, ist bei der Überwachung und dem Abbau von Freiheitsrechten zugunsten von Polizeibefugnissen. Aber das ist ein eigenes Thema.

SDP

Die Sozialdemokraten möchten jeden Schüler mit einem kostenlosen Laptop oder Tablet ausstatten. Den Schülern Hardware bereitzustellen ist eine gute Idee – vor allem mit Tablets entfernen wir uns aber deutlich von den Vorstellungen der Raspberry Pi Stiftung. Denn wir erinnern uns: Produzenten statt Konsumenten. Zwar spricht sich die Partei sowohl für Kompetenz im Bereich Medien als auch Informatik an Schulen aus. Eben so wie die Union verrät sie aber keine Details, wie das konkret aussehen soll. Gerade im Bereich Informatik wäre es eine sinnvolle Idee, die Schüler mit Pis auszustatten – zumindest zusätzlich, es müssen ja nicht die Hauptgeräte für alle Fächer werden.

Für die Infrastruktur gibt es hohe Ziele: Sie soll „Weltniveau“ sein. Konkret wird nur die Geschwindigkeit von mindestens 1GB/s genannt. Aber erst 2030 – und damit nach der übernächsten Bundestagswahl! Das ist ein sehr weitreichender Horizont, für den die Partei gleich zweimal wiedergewählt werden müsste.

Beim Thema Open Source verhält sich die SPD widersprüchlich: Man verhandle zwar mit Microsoft – also proprietäre Software. Parallel soll aber eine eigene Open-Source Cloudlösung aufgebaut werden. Auch hier ein Blick in die Vergangenheit: Bereits 2001 forderte die SPD eine neue Netzpolitik mit Fokusierung auf quelloffener Software. Umgesetzt wurde davon bislang wenig – und das, obwohl die SPD seit 2005 an der Regierung zumindest mit der Union beteiligt war, Stichwort Große Koalition. Für die zuvor bei der CDU/CSU aufgezeigten Probleme sind die Sozialdemokraten als Junior-Partner also ein gewisses Stück weit zumindest mitverantwortlich.

AfD

Digitalisierung soll kein Selbstzweck sein, sondern sinnvoll – dies betont die sogenannte „Alternative für Deutschland“ hinsichtlich des Bildungswesens. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein – eigentlich. Denn beim lesen manch anderer Parteiprogramme kann man den Eindruck gewinnen, es soll pauschal digitalisiert werden – ob es einen Mehrwert bringt oder nicht. Wie das konkret aussehen soll, sagt die Partei nicht. Sie widmet der Digitalisierung für Bildungszwecke nur einen kleinen Absatz. Darin heißt es, die Schulen benötigen eine moderne Ausstattung für Informatik und Berufsausbildung. Auch das wird nicht weiter erläutert. Werden den Schülern Informatik-Grundlagen beigebracht, eventuell sogar Programmieren? Oder lediglich eine Klickanleitung für Microsoft Word? Wir wissen es nicht, die Partei hält sich hier alles offen.

Beim Thema Open Source ist die Position klarer: Hier fordert die AfD den bevorzugten Einsatz von quelloffener Software für die Verwaltung – gegebenenfalls als Eigenentwicklung. Server und Arbeitsplatzrechner werden explizit genannt.

Was die Infrastruktur angeht, folgen knappe, aber von der Richtung her recht deutliche Aussagen. Die Partei sieht darin die Grundlage zum Ausbau der Digitalisierung und will dies daher fördern. Wie genau, lässt die AfD offen.

FDP

Verwaltung und Gesundheitssystem so schnell wie möglich zu digitalisieren, steht bei der FDP ganz oben auf der Wunschliste. Generell möchte sie im IT-Bereich mehr fördern und flächendeckend schnelle Internetzugänge anbieten – und zwar auf Gigabit-Niveau. Dafür sollen sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen „Gigabit-Gutscheine“ erhalten, die einen Teil der Kosten übernehmen.

Auch „Künstliche Intelligenz“ ist der Partei wichtig: Bis 2025 soll jedes Ministerium zehn konkrete Anwendungsfälle suchen und umsetzen. Ob das zielführend ist? Es wirkt, als suche man passende Probleme zu einer vorliegenden Lösung – statt zunächst die Probleme zu identifizieren und anschließend geeignete Lösungswege. In den Schulen soll KI sogar zur Analyse der Schüler genutzt werden.

Schulen sollen ein „Digitalpaket 2.0“ erhalten. MINT-Fächer will die Partei eben so fördern wie experimentelles Lernen mit Fokus auf digitale Medien. Bei der öffentlichen Verwaltung spricht sich die Partei dafür aus, „stärker als bislang“ auf Open-Source zu setzen. Primäres Ziel sei „die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern proprietärer Software zu verringern“. Wie sich dies konkret auf Schüler auswirkt, lässt das Wahlprogramm offen. Ein Stück weit ist dies wohl gewollt: Die Freien Demokraten möchten den Schulen mehr Freiheiten geben und ihnen dafür ein eigenes Budget zur Verfügung stellen. Explizit wird dabei auch von Lernmitteln gesprochen. Können Schulen sich so unkompliziert für Pis statt beispielsweise Tablets entscheiden? Möglicherweise, eine zentrale Vorgabe wird es von der FDP aber wohl nicht geben.

Die Linke

„Schnelles Internet für alle“ lautet das Motto der Linken. Um das nachhaltig umzusetzen, soll das Internet – sowohl stationär als auch mobil – zurück in öffentliche Hand. Und die soll kräftig ausbauen: 10 Milliarden Euro pro Jahr sind alleine für den flächendeckenden Glasfaserausbau vorgesehen. Das ist eine konkrete Ansage, wie bisher noch bei keiner der anderen Parteien.

Im Gegensatz zu anderen Parteien ist die Linke auch deutlich strikter, was die Forderung nach quelloffener Software angeht: In der öffentlichen Hand will die Partei Open Source zur Pflicht machen. Andere Parteien sind hier deutlich zurückhaltender und sprechen lediglich von „Ausbauen“ oder „Erweitern“. Auch soll sich der Staat an bestehenden Projekten beteiligen, um transparente Software zu unterstützen.

Schüler sollen ebenfalls aus öffentlichen Open Source Projekten bedient werden, lautet das Motto. Explizit wird auch Open Hardware erwähnt. Lehrer müssen die Technik selbst verstehen und nicht nur anwenden können. Und es wird auf das Maß hingewiesen. Also nicht digitalisieren nur damit digitalisiert ist, wie man es beispielsweise bei der FDP manchmal vermuten kann.

Damit alle Kinder die gleichen Chancen haben, soll jeder eine Bildungsausstattung mit kostenlosem Laptop bekommen – Entsprechend der Philosophie der Partei mit einem freien Betriebssystem wie etwa Linux. Des Weiteren ist darin ein Drucker mit Verbrauchsmaterialien sowie Internetzugang und Administration enthalten. Damit geht die Linke deutlich weiter als die SPD. Bei den Sozialdemokraten müssen sich Schüler bzw. Eltern um das „Drum-herum“ selbst kümmern. Gerade in der Pandemie hat sich gezeigt, wie sozial schwache Kinder teils lediglich auf ihren Tablets oder Handys lernen können – manche sogar über begrenzte mobile Daten.

Ebenfalls einzigartig: Kommerzielle Softwarehersteller will die Linkspartei verpflichten, alle gängigen Betriebssysteme zu unterstützen. Ein Programm nur auf z.B. Windows bereitzustellen, wäre damit nicht möglich. Voraussichtlich müsste es mindestens eine Version für Windows, Linux und MacOS geben. Eventuell sogar der Raspberry Pi? Und der Quellcode muss mitgeliefert werden – zum lernen eine tolle Sache. Man könnte das Programm auch weiter pflegen, wenn der Hersteller beispielsweise pleite geht oder es nicht mehr unterstützt. Dies erinnert an frühere Elektrogeräte, bei denen üblicherweise sämtliche Schaltpläne anbei lagen. Trotz des löblichen Motivs stellt sich die Frage, ob gerade kleinere Softwareunternehmen diesen Aufwand stemmen können. Zumindest ohne Unterstützung könnte das schwierig werden.

Auf regionaler Ebene hat die Linke jedoch auch bereits gezeigt, dass sie zu Kompromissen bereit ist, wenn andere Parteien wie die SPD und Grüne ebenfalls regieren: So hat sie sich etwa am Stellenabbau der Berliner Charité beteiligt – obwohl die Linkspartei gegen einen Stellenabbau im Gesundheitssystem ist. Allerdings bisher nur auf regionaler Ebene. Dies kann man der Partei zugute halten, vor allem mit Blick auf SPD und CDU/CSU.

Die Grünen

Künstliche Intelligenz ist auch für die Grünen wichtig, damit haben sie die erste Gemeinsamkeit mit der FDP – wobei die Grünen dies weniger strikt auslegt und keine „KI-Quote“ oder ähnliches fordert. Dabei wollen sie aber auf „Open Data“ setzen: Daten aus dem Verkehr sollen beispielsweise anonymisiert allen zur Verfügung gestellt werden. So können auch kleinere Unternehmen damit arbeiten. Bastler die diese Daten mit dem Raspberry Pi für eigene Projekte verwenden möchten, profitieren von solchen offenen Datenpools ebenfalls. Das ist schon mal ein Pluspunkt für die Grünen.

Quelloffene Software möchte die Partei vor allem bei der Bildung fördern, ohne Details zu nennen. Schulen sollen modernisiert werden, um technisch mit anderen Ländern mithalten zu können. Dabei legen die Grünen eben so wie die Linken Wert auf Datenschutz.

Tablet oder Laptop sollen „selbstverständliches Lernmittel“ werden. „Zukunftskompetenzen“ möchte die Partei fördern, digital wie analog. MINT-Themen möchte man fördern. Beim Glasfaserausbau wollen die Grünen prüfen wo es hakt und Probleme beseitigen. Insgesamt sind die Grünen eher etwas zurückhaltend und nicht übermäßig konkret. Ansonsten gibt es in diesem Bereich einige Gemeinsamkeiten mit der Linkspartei, FDP und SPD – wobei die Linken ihre Pläne teils genauer beschreiben.

Fazit

Alle größeren Parteien bekennen sich überraschenderweise zumindest in Ansätzen zu quelloffener Software – neuerdings sogar die Union. Dies gilt auch für schnellere Internetanschlüsse. Allerdings hat gerade die Union schon vor etlichen Jahren besseres Internet versprochen. Obwohl die Partei zusammen mit der SPD über mehr als ein Jahrzehnt in der Regierung war, ist über all die Jahre nur wenig passiert. Selbst magere Versprechen wurden nicht eingehalten.

Die Ziele, Werte und Vorstellungen der Raspberry Pi Stiftung werden von keiner Partei komplett vertreten. Wenngleich bei vielen Parteien zumindest Ansätze vorhanden sind. Am nähesten kommt die Linke: Sie will jedem Schüler einen Laptop mit quelloffener Software zur Verfügung stellen. Offene Hardware wird bei ihr als einzige Partei im Wahlprogramm zumindest erwähnt – damit ist es kein großer Schritt, jedem Schüler einen Pi zu spendieren und den Kindern im Sinne seines Schöpfers Programmieren auf einer freien Plattform beizubringen. Zumindest bei einigen anderen Parteien wäre ähnliches zumindest denkbar. Oder eben auch nicht. Hier sehen wir das Grundproblem vieler Wahlprogramme: Sie sind oft schwammig formuliert. Ein Thema wird angerissen, aber ohne konkrete Umsetzungsstrategie. Das ist durchaus im Interesse einer Partei – schließlich kann man sie so nicht auf konkrete Wahlversprechen festnageln. Für den Wähler wird es dadurch aber schwer kalkulierbar, ob eine Partei seine Wünsche umsetzt oder bestenfalls halbherzig.

Den Wahlversprechungen nach müssten wir zukünftig mehr Open Source, schnelleres Internet sowie bessere Schulen mit stärkerem Fokus auf Informatik und Naturwissenschaften haben – denn das fordern im Kern alle Parteien, wenn auch in unterschiedlich starker Ausprägung.

Was denkst du: Wie wird sich Deutschland in dieser Hinsicht in den nächsten 4 Jahren entwickeln? Bist du auch ein befürworter der Werte und Ziele, die der Raspberry Pi Stiftung wichtig sind? Schreibt es gerne in die Kommentare. Ich hoffe euch hat der kleine Ausflug in die Politik gefallen, im nächsten Video werden wir uns wieder mit Hard- und Software des Raspberry Pi beschäftigen. Bis dahin wünsche ich euch viel Erfolg und vor allem Spaß bei euren Projekten, tschüss bis zum nächsten mal.

Quellen und weiterführende Informationen

https://www.raspberry-pi-geek.de/ausgaben/rpg/2013/05/eben-upton-und-die-raspberry-pi-foundation/
https://www.wired.co.uk/article/eben-upton-raspberry-pi
https://www.raspberrypi.org/about/

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Endgueltiges-Aus-fuer-LiMux-Muenchener-Stadtrat-setzt-den-Pinguin-vor-die-Tuer-3900439.html
https://www.heise.de/newsticker/meldung/SPD-fuer-neue-Netzpolitik-und-Open-Source-54671.html
https://www.golem.de/news/schulen-in-baden-wuerttemberg-open-source-statt-microsoft-cloud-gefordert-2104-155973.html

https://online.fliphtml5.com/kxyi/eyjg/#p=1
https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Beschluesse/Programm/SPD-Zukunftsprogramm.pdf
https://www.afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2021/06/20210611_AfD_Programm_2021.pdf
https://www.fdp.de/sites/default/files/2021-06/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf
https://www.die-linke.de/fileadmin/download/wahlen2021/Wahlprogramm/DIE_LINKE_Wahlprogramm_zur_Bundestagswahl_2021.pdf
https://cms.gruene.de/uploads/documents/Wahlprogramm-DIE-GRUENEN-Bundestagswahl-2021_barrierefrei.pdf

https://roth-soft.de/digitalisierung/deutschland-ist-digitales-entwicklungsland/
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Merkel-verspricht-schnelles-Internet-bis-Ende-2018-3758595.html
https://www.it-daily.net/analysen/16102-internet-geschwindigkeit-weltweit-deutschland-auf-platz-25
https://de.statista.com/infografik/3553/anteil-von-glasfaseranschluessen-in-ausgewaehlten-laendern/
https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/markus-beckedahl-ueber-digital-bilanz-von-angela-merkel-richtig-ahnung-hat-nur-die-dritte-reihe-a-f253ec4b-e523-4c1a-8fc4-81dccb9c0aa9
https://netzpolitik.org/2018/danke-helmut-kohl-kabelfernsehen-statt-glasfaserausbau/
https://winfuture.de/news,101364.html

https://fsfe.org/contribute/spreadtheword.de.html
CT 2021 Heft 19

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